Heinrich XIII. Prinz Reuß will an diesem Mittwoch also reden. So richtig gelingt ihm das erst nur nicht. Es ist kurz nach zehn Uhr, als er vor dem Mikrofon Platz nimmt, in grauem Anzug, beigem Pullover, die Haare ordentlich zurückgekämmt. Auf dem Tisch vor ihm liegen einige Blätter Papier, eine Erklärung, die er vorlesen will. Er setzt an, zu sprechen, räuspert sich, nestelt am Mikrofon herum. „Wenn Sie mir das Mikrofon vor die Augen schieben, seh ich nichts“, herrscht er einen seiner beiden Anwälte an. Dann versucht er wieder zu lesen, wieder bricht er ab. „Ich weiß nicht, was das soll mit dieser Emotionalität“, sagt er dann. Fast so, als wäre er nicht beteiligt an allem, was hier gerade passiert.
