SZ 17.06.2026
15:32 Uhr

(+) Rechtsextremismus: Kein Konto für Sellner


Anders als private Banken können Sparkassen unerwünschte Kunden nicht ohne Weiteres ablehnen. Die Sparkasse Chemnitz hat sich nun dennoch erfolgreich dagegen gewehrt: Sie muss für den Rechtsextremisten Martin Sellner vorerst kein Konto eröffnen.

(+) Rechtsextremismus: Kein Konto für Sellner
Imago/Collage:SZ

So richtig einladend ist die Szenerie nicht, im Gegenteil. In dem ehemaligen Autohaus in Vetschau, einer Kleinstadt in Brandenburg, ist es kalt an diesem Abend im Januar. Trotzdem sind etliche Journalistinnen und Journalisten angereist. Der Grund: Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner will hier mit der AfD-Politikerin Lena Kotré über Remigration diskutieren – also über jenen Begriff, der Anfang 2024 bundesweit Massenproteste auslöste.

Viele Sparkassen geben verfassungsfeindlichen Gruppierungen weiterhin Zugang zum Zahlungsverkehr, wie eine Studie zeigt. Einige Geldhäuser wehren sich – aber das ist gar nicht so einfach.

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