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23.01.2026
19:25 Uhr
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In Dresden stehen acht mutmaßliche Mitglieder der „Sächsischen Separatisten“ vor Gericht. Der Vorwurf: Rechtsterror. Viele der Verteidiger sind selbst aus der rechten Szene und versuchen den Prozess als „inszeniertes Medienereignis“ zu diskreditieren.

„Genozidale ethnische Säuberungen“: einer der Angeklagten auf dem Weg in den Gerichtssaal. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)
Für das, was mit dem „Tag X“ beginnen sollte, hatten die „Sächsischen Separatisten“ offenbar eine recht genaue Vorstellung. Es ist ein Schreckensszenario, das der Vertreter des Generalbundesanwalts am Freitag im Oberlandesgericht Dresden zeichnet: Die jungen Männer hätten einen Umsturz des politischen und gesellschaftlichen Systems angestrebt und vorgehabt, „große Gebiete aus Ostdeutschland, namentlich in Sachsen, herauszulösen und in einen nationalsozialistischen Staat umzuwandeln“. In den Gebieten unter ihrer Kontrolle seien „genozidale ethnische Säuberungen“ geplant gewesen und die Liquidation von Vertretern der bisherigen Ordnung. Und das alles basierend auf einer extremen völkisch-rassistischen Ideologie, die insbesondere Juden und Migranten kein Lebensrecht zugesteht.
Farhad N. fuhr im Februar 2025 in München in eine Verdi-Demonstration. Er ist des zweifachen Mordes und 44-fachen Mordversuchs angeklagt. Der Prozess dient auch der Suche nach dem Warum – und der Täter gibt sogleich einen Hinweis.
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