Die Stimmung in Estadio Santiago Bernabéu gilt nicht wenigen Fans als verbesserungswürdig. Vor allem jenen, die zum Fußball gehen, weil sie sich in einem Stadion gern selbst vergessen. Sie fühlen sich durch das Ambiente im durchaus begüterten Stadtteil Chamartín an Theater- oder Opernhäuser erinnert, an Kinos oder Hörsäle, nicht an das raue Klima von Fußball-Kampfbahnen. Allein schon deshalb war das, was sich am Samstag beim Ligaspiel gegen Levante abspielte, bemerkenswert: Das Bernabéu füllte sich mit Wut und heiligem Zorn. „Historische Rüge“, schrieb Marca. Es gab Pfiffe für Vinícius Jr., für den Ex-Dortmunder Jude Bellingham und für Federico Valverde, vereinzelt sogar für Kylian Mbappé. Vor allem aber, und das kann man für nachgerade neu halten, auch für Vereinsboss Florentino Pérez.
