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14.01.2026
10:38 Uhr
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CSU-Chef Markus Söder würde kleine Bundesländer gerne mit anderen zusammenlegen. „Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine“, argumentiert er. Bei den Betroffenen widerspricht man deutlich.

Die Forderung von CSU-Chef Markus Söder nach einer Neuordnung der Bundesländer stößt bei Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte auf Ablehnung. Wenn Söder von Bundesländern spreche, die nicht mehr leistungsfähig seien, könne er nicht Bremen gemeint haben, zitierte der Weser-Kurier den SPD-Politiker.
„Wir sind Space City Nr. 1 in Deutschland, liegen beim Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner im Ländervergleich auf Platz zwei hinter Hamburg und verschiffen über unsere prosperierenden Häfen auch Produkte aus München und Nürnberg in alle Welt“, sagte Bovenschulte.
Zudem gehe es bei den Bundesländern nicht nur um Verwaltungsstrukturen, sondern auch um Heimat, Verbundenheit, Geschichte und Identität. „Und damit spielt man nicht. Das sollte gerade ein bayerischer Ministerpräsident wissen.“
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Zuvor hatte bereits der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, der Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten nach einer Zusammenlegung von Bundesländern eine Absage erteilt. „Von einer neuen Diskussion zur Länderfusion halte ich nichts – es wird bei uns kein Bundesland Mitteldeutschland geben“, sagte Schulze den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Schulze betonte, nach seiner Amtseinführung werde er sehr schnell mit den Ministerpräsidenten von Sachsen und Thüringen, Michael Kretschmer und Mario Voigt, über gemeinsame Verwaltungsstrukturen sprechen. So genüge beispielsweise ein Bergbauamt, das für alle drei Bundesländer zuständig sei. Der CDU-Politiker betonte: „Vieles entlastet, ohne dass es gleich eine Länderfusion geben muss.“
Söder hatte das Zusammenlegen von Bundesländern ins Spiel gebracht. Es könne nicht sein, dass einige Länder kaum noch lebensfähig seien und von Bayern und anderen bezahlt werden müssten, sagte der CSU-Chef auf der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz. „Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine“, argumentierte Söder, deshalb müsse man „die Bundesländerstruktur mit größeren Einheiten versehen“. Es brauche „weniger Bundesländer, ganz einfach“.
Welche Neuordnung ihm vorschwebt oder welche Bundesländer er zusammenlegen würde, sagte Söder nicht. In der Vergangenheit, beim politischen Aschermittwoch 2024, hatte er aber beispielsweise als Möglichkeit angedeutet, man könnte Bremen und das Saarland „einsparen“. Söder stört unter anderem, dass sein Bundesland Milliarden in den Länderfinanzausgleich zahlen muss. Unter den 16 Bundesländern waren zuletzt nur Bayern, Baden‑Württemberg, Hessen und Hamburg sogenannte Geberländer.
Über Länderfusionen wird immer wieder diskutiert. Zuletzt scheiterte 1996 der Plan eines Zusammenschlusses von Berlin und Brandenburg bei einer Volksabstimmung.
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