SZ 02.01.2026
12:03 Uhr

(+) Raphaela Gromes: Es heißt die Musik, nicht der Musik


Mit Musik von Frauen auf Platz 1 der Klassikcharts: Die Cellistin Raphaela Gromes entdeckt auf ihrem Doppelalbum und in ihrem Buch „Fortissima“ die Werke und Werdegänge von Komponistinnen.

(+) Raphaela Gromes: Es heißt die Musik, nicht der Musik
Die Spitzencellistin Raphaela Gromes mit ihren Werkzeug der Emanzipation. (Foto: Gregor Hohenberg)

Was für ein satter, dunkler Trotz. Poesie gepaart mit einem Aufbegehren, das ist Musik von jemandem, der nicht gewillt ist, alles einfach hinzunehmen. Ihre Interpretin tut das auch nicht, Raphaela Gromes, Cellistin mit sehr eigenem Kopf. Am Klavier begleitet sie hier Julian Riem, ihr symbiotischer Künstlerpartner, der vom Fleck weg mitgerissen wird von Gromes’ unabdingbarer Expressivität. Sie stürzen sich in diese Cellosonate, loten ihre fantastisch große, genialische, selbstbewusste Geste aus, verfallen in aufregende Dialoge voller Wagemut, schichten schroffe Klavierakkorde und weit Raum greifenden Cellogesang übereinander.

Seine Einspielungen der Beethoven-Sonaten sind unerreicht, seine Liveauftritte sitzen dem konservativen Klassikpublikum noch heute in den Knochen. Das Klavier-Genie Friedrich Gulda ist wiederauferstanden – in einer Groß-Edition auf 84 CDs.

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