SZ 24.08.2026
15:05 Uhr

(+) Psychische Erkrankungen: Psychotherapie: Reichen schon wenige Sitzungen?


Damit möglichst viele Menschen Hilfe erhalten, geht der Trend zu kürzeren Therapieformen. Was man mit wenigen Stunden erreichen kann.

(+) Psychische Erkrankungen: Psychotherapie: Reichen schon wenige Sitzungen?
Ein Schubs, schon schaukelt das Kind wieder in der Sonne. Geht das so ähnlich auch bei der menschlichen Seele? Julian Stratenschulte / dpa

Am Ende ging ihre Geschichte doch noch gut aus, wer hätte das erwartet? Kaye, so wurde die Patientin genannt, litt unter schwersten Essstörungen, verbunden mit Klinikaufenthalten, sie provozierte nach desaströsen Liebesbeziehungen schwere Verkehrsunfälle, wurde suizidal. So berichtete 2007 der Therapeut Richard Chessick von der Northwestern University in Evanston, Illinois, im Fachjournal The American Journal of Psychoanalysis über diesen Fall. Doch nach Abschluss ihrer Psychoanalyse führte Kaye eine glückliche Ehe, bekam Kinder, arbeitete wieder als Ärztin und führte ein erfülltes Leben. Operation gelungen, Patientin wohlauf.

Medikamente und Psychotherapie helfen schlechter als erhofft gegen Krankheiten wie Depressionen und Angststörungen. Braucht es ganz neue Ansätze – oder müssen Betroffene lernen, mit ihren Leiden zu leben?

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