SZ 27.09.2026
16:41 Uhr

(+) Psychiatrie und Psychotherapie: „Ich schicke all meine Patienten zum Sport“


Der Psychiater Peter Falkai über Promis, die von ihren Depressionen sprechen, Risikofaktoren für eine psychische Erkrankung und die Frage, warum der tägliche Gang zum Kiosk heilsam sein kann.

(+) Psychiatrie und Psychotherapie: „Ich schicke all meine Patienten zum Sport“
Peter Falkai vor der Klinik in der Münchner Nußbaumstraße.
Foto: Alessandra Schellnegger

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist ein Respekt einflößendes Haus. Äußerlich hat sich wenig geändert, seit es 1904 als „Königliche Nervenklinik“ in der Nußbaumstraße eröffnet wurde. In der medizinischen Forschung dagegen hat es Geschichte geschrieben.  Seit 2012 ist Peter Falkai, 64, Direktor der Klinik und zugleich Ärztlicher Leiter der Klinik des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Jetzt erhielt der Mediziner in Stockholm den Jean-Delay-Preis der World Psychiatric Association, die höchste Auszeichnung im Fach Psychiatrie. Seit mehr als 30 Jahren, so die Jury, habe er wesentlich zum Verstehen und zur Behandlung von psychischen Störungen beigetragen. Ein Gespräch über die Grenze zwischen Krise und Krankheit und die heilsame Wirkung von Sport auf die Seele.

Es gibt gute und weniger gute Wege, wie Mediziner Diagnosen überbringen können. Aber wie teilen Ärzte am besten einen Krebsbefund mit? Wie können sie mit schwierigen Patienten umgehen? Und warum ist das überhaupt wichtig?

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