SZ 02.12.2025
16:25 Uhr

(+) Prozess wegen Totschlags: Er saß nass geschwitzt neben ihr am Boden


Eine Frau hält zu ihrem Mann, einem Strafgefangenen, besucht ihn in der JVA in der sogenannten Liebeszelle. Eines Vormittags aber kommt sie nicht mehr lebend heraus.

(+) Prozess wegen Totschlags: Er saß nass geschwitzt neben ihr am Boden

Franziska A. kam gerne in die Justizvollzugsanstalt Burg in Sachsen-Anhalt. Die JVA-Beamtinnen, bei denen sie Geldbeutel, Ausweis, Smartphone abgeben musste, merkten jedes Mal, wie sehr sie sich gefreut hat auf die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann. So war das auch an diesem Vormittag Anfang April. Franziska A. hatte sich kontrollieren lassen, dann stieg sie in den Fahrstuhl, der sie zu ihrem Mann Stephan A. bringen sollte. „Wir sehen uns dann ja nachher“, rief Franziska A. einer Justizbeamtin zu, „ruhigen Dienst noch.“ Dann fuhr sie hoch zu dem Zimmer, das sie im JVA-Deutsch Langzeitbesuchsraum nennen und das im Boulevard auch bekannt ist als „Liebeszelle“.

Drei Jahre lang war Sebastian T. vorgeworfen worden, die Medizinstudentin Hanna Wörndl ermordet zu haben. Nun hat ihn das Landgericht Traunstein freigesprochen. Über ein Urteil, bei dem die Richterin gegen die Tränen kämpfen muss.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Gutscheine: