Als er aus dem Gefängnis anruft, wie jeden Abend gegen 18 Uhr, sitzt Monika H. mit ihrer Tochter auf dem Sofa. Franziska A. springt sofort auf, geht mit dem Telefon runter, raucht eine Zigarette nach der anderen. Und oben hört die Mutter, wie die Tochter immer lauter spricht. Sie wisse doch gar nicht, ruft sie ins Telefon ihrem Mann zu, ob sie überhaupt Urlaub bekomme. Dann kommt Franziska A. wieder die Treppe hoch, stellt sich vor Monika H. und sagt: „Mama, ich kann gar nicht verstehen, warum ich da noch mal hinsoll. Er hat doch einen Therapieplatz! Er kommt doch bald raus!“ So erzählt es die Mutter ein paar Monate später vor Gericht.
