Seine Verteidiger haben durchgesetzt, dass er Zivilkleidung tragen darf, nicht die schlammfarbene Einheitskluft eines Untersuchungshäftlings. Und so taucht Luigi Mangione, 27, in weiß-rotem Hemd und mausgrauem Anzug im Gerichtssaal des Kriminalgerichts von Manhattan auf. Wären da nicht die Handschellen, die ihm Beamte erst am Platz abnehmen, könnte man ihn für einen Jurastudenten halten, der ein bisschen Gerichtsluft schnuppern will. Aber er ist es wirklich: Amerikas aktuell berühmtester Mordverdächtiger, dessen Fall aus Sicht seiner Fans und seiner Gegner längst für viel mehr steht als für eine Gewalttat.
