SZ 20.07.2026
01:03 Uhr

(+) Pressestimmen: „Argentiniens Destruktivismus wird bestraft“


Die spanische Presse feiert das spanische Nationalteam, in Argentinien wird die kämpferische Leistung der Mannschaft um Lionel Messi gelobt. Die Pressestimmen zum WM-Finale.

(+) Pressestimmen: „Argentiniens Destruktivismus wird bestraft“
Am Ende dieser langen WM kann Spaniens Kapitän Rodri den Pokal küssen. Dylan Martinez/Reuters

Marca: „Wieder die Könige der Welt! Spanien hat nicht nur ein Finale gewonnen. Es hat eine Art zu spielen beschützt. Es hat den Fußball gerettet.“

Mundo Deportivo: „Ja, es war das entscheidende Spiel ihres Lebens. Ein Spiel, das die Geschichte eines Landes und einer Generation für immer verändern wird. Spanien muss das Jahr 2010 nun nicht mehr als einmalige Erinnerung betrachten.“

El Pais: „Ferran Torres ist bereits eine ewige Figur in der Geschichte dieser spanischen Nationalmannschaft. Wieder Champions.“

AS: „Wie beim ersten Mal. (...) Ein Finale mit Verlängerung, das unser Herz zum Hüpfen brachte, als Ferran Torres in der 106. Minute ein Tor erzielte, das uns erneut zum Ruhm führt. Es war schön, es war gerecht.“

Sport: „Spanien holt sich seinen zweiten Stern dank eines Biss des 'Hais'!“

Clarín: „Das Team von de la Fuente war eindeutig überlegen. Vielleicht war es Lionel Messis Abschied. Danke, Leo!“

Olé: „Spanien, der verdiente Weltmeister. Argentinien gab alles und unterlag erst nach großem Kampf. Danke an eine legendäre Mannschaft.“

La Nación: „Das Ende eines Traums. Argentinien hielt so lange wie möglich dagegen, doch Spanien erzielte in der Verlängerung den Treffer, der ihnen den Weltmeistertitel bescherte.“

La Capital: „Argentinien gab alles bis zum letzten Tropfen Blut, bis zum letzten Funken Mut und bis zum letzten Rest des Fußballs, der noch blieb, und unterlag mit dem knappsten Ergebnis in der Verlängerung und mit nur zehn Spielern gegen eine spanische Mannschaft, die zwar deutlich überlegen war, der es aber an Mut fehlte, das Spiel schon früher zu entscheiden. Den Jungs von Lionel Scaloni ist nichts vorzuwerfen - sie haben eine phänomenale Weltmeisterschaft gespielt, mit epischen Siegen, mit der Liebe des gesamten argentinischen Volkes, und sie haben das Turnier mit hocherhobenem Kopf beendet.“

Diario Popular: „Argentinien hat die Seele gegeben, aber Spanien war besser und ist Weltmeister.“

Buenos Aires Herald: „Es war ein zähes Spiel für die Albiceleste, die vom Anpfiff an Mühe hatten, das Spiel in den Griff zu bekommen. Spanien hatte den Großteil des Ballbesitzes, während Argentinien nur sporadische Konter zustande brachte und keinen einzigen Torschuss verzeichnen konnte.“

Gazzetta dello Sport: „Spanien. Zwangsläufig Spanien. Unvermeidlich Spanien. Nur Spanien konnte dieses Finale gewinnen, denn wenn es an Argentinien gegangen wäre, wäre das eine Beleidigung für den Fußball gewesen. Ein schöner Triumph, der nur durch den Gegner getrübt wurde, der entschieden hatte, nicht zu spielen. Großartiges Spanien, hässliches Argentinien.“

Corriere della Sera: „Spanien auf dem Dach der Welt vor den Augen von Trump. Argentinien kämpft, dann bricht die Mauer. Der Sieg war der Höhepunkt der Partie, die durch die sengende Sonne und die Provokationen der Argentinier angeheizt wurde. Argentinien fehlten die Idee und die Kraft nach dem langen Weg ins Finale. Messis letzter Tanz geriet zu einer langsamen Aufführung ohne Rhythmus.“

La Stampa: „Das Finale wurde nicht früher entschieden, weil Dibu Martinez in eine andere Rolle als Messi schlüpft und vor der Furia Roja wie der Fels in der Brandung steht. Doch auch der Koffer voller Wunder leert sich früher oder später, vor allem, wenn man der einzige ist, der sie vollbringt.“

Daily Mail: „Ein gebrochenes Herz für Lionel Messi, nachdem sein Team die Krone verliert.“

Sun: „Ein Märchen in New York. Ferran Torres' Treffer in der Nachspielzeit bricht die Herzen von Messi und Co. nach der dummen Roten Karte von Fernandez. Danke an die Götter des Fußballs. Danke an Ferran Torres und Spanien. Danke und gute Nacht an die Rabauken aus Buenos Aires. Argentinien musste schließlich dafür bezahlen, dass es versucht hatte, ein Fußballspiel in eine Straßenschlägerei zu verwandeln.“

Guardian: „Ein dominantes Spanien gewinnt die WM, nachdem ein Tor in der Verlängerung die zehn Argentinien entthront.“

Telegraph: „Spanien gewinnt die WM in einem Triumph des Fußballs über Argentiniens Verbrechen. Es brauchte die Verlängerung, aber Gott sei Dank hat sich der Sport durchgesetzt. Spanien ist Weltmeister und der Fußball ist dadurch besser. Messi und Argentinien haben nichts verdient, denn sie haben nichts geleistet und waren damit die ersten WM-Finalisten, die in der regulären Spielzeit nicht einmal einen Torschuss hatten. Nichts als Foul, Foul und noch mehr Foul. Das war hässlicher, deprimierender Anti-Fußball. Und der hat bekommen, was er verdient.“

L'Équipe: „Die neuen Könige. Spanien dominiert eine argentinische Mannschaft, die ihren ersten Torschuss erst in der 117. Minute abgibt. Zwei Jahre nach dem EM-Titel bestätigt La Roja ihren Status als beste Mannschaft der Welt. Spanien dominierte eine enttäuschende und abgehackte Partie gegen eine kaum wiederzuerkennende, völlig harmlose argentinische Mannschaft.“

Le Parisien: „Die Welt liegt ihnen zu Füßen. Diese Spanier, die den Ball so geschickt laufen lassen, dass ihre Gegner fast verrückt werden, halten den WM-Pokal in den Händen. Spanien holt sich 16 Jahre nach 2010 erneut einen Weltmeistertitel, den zweiten in seiner Geschichte.“

Kronen Zeitung: „Zweiter Stern perfekt: Spanien ist Weltmeister!“

Kurier: „Spanien ist wieder Weltmeister. Wie 2010 gelang der Triumph in der Verlängerung, durch ein völlig verdientes 1:0 gegen Argentinien. Auf das erste spanischsprachige Finale seit 1930 (Uruguay – Argentinien) folgte das erste Endspiel mit einem Weltmeister ohne Torchance: Argentinien hatte 90 Minuten lang keinen einzigen gefährlichen Angriff, rettete sich gegen Spanien aber mit einem glücklichen 0:0 in die Verlängerung.“

Blick: „Joker-Tor ins Glück – Spanien ist Weltmeister. Am Ende der längsten Weltmeisterschaft aller Zeiten holt sich Spanien den WM-Pokal. Dies nach einem echten Geduldsspiel.“

Tagesanzeiger: „Spanien ist Weltmeister – Argentiniens Destruktivismus wird bestraft.“

Neue Zürcher Zeitung: „Spanien ist der verdiente, logische Weltmeister – der argentinische Minimalismus wird in einem denkwürdigen WM-Final spät bestraft.“

The Athletic: „Der eingewechselte Ferran Torres war der Held. Er brach mit seinem Tor Argentinien das Herz und verhinderte, dass Lionel Messi und seine Mannschaft zwei Weltmeisterschaften in Serie gewannen. Der 39-jährige Messi machte sein unauffälligstes Spiel des Turniers, mit nur einer einzigen Ballberührung in den ersten 15 Minuten – und die erfolgte beim Anstoß. Der abgehackte Spielverlauf wurde durch die 27-minütige Halbzeit mit Show noch verstärkt.“

USA Today: „Dass Spanien gewinnt, fühlt sich einfach richtig an. Eine neue Dynastie wurde im WM-Finale gekrönt.“

Ein WM-Finale, in dem nur ein Team den Ball will: Spanien braucht bis zur Verlängerung, um Argentinien verdient mit 1:0 zu schlagen. Lionel Messi ist bei seinem letzten WM-Auftritt kaum zu sehen.

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