SZ 29.11.2025
19:55 Uhr

(+) Politik und Psychologie: Friedrich Merz und das fehlende Feingefühl


Wenn sich der Kanzler von seinen Affekten leiten lässt, geht das schon mal schief. Mit unabsehbaren Folgen, wie die Debatten der vergangenen Wochen zeigen. Vom Wert der emotionalen Intelligenz.

(+) Politik und Psychologie: Friedrich Merz und das fehlende Feingefühl

Als Friedrich Merz schon Chef war, allerdings nur Chef der Opposition, beschrieben ihn Gegner als Mann mit kurzer Zündschnur. Sehr beliebt war dieser Vergleich von Merz mit einer Stange Dynamit bei den Sozialdemokraten um Kanzler Olaf Scholz: Sie hielten Merz für einen leicht bezwingbaren Herausforderer, denn der sei aufbrausend, rhetorisch unbeherrscht und neige zu selbstzerstörerischen Fehlern. Wie man heute weiß, explodierte Merz allerdings nicht so, wie sich die SPD das wünschte - weswegen er dann ins Kanzleramt einzog.

Wieso kann man eigentlich nicht mehr mit Freunden und Kollegen reden, ohne sich anzuhören, was deren Chatbots erzählen? Ein Wutausbruch in Zeiten des abnehmenden Gesprächs.

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