SZ 04.01.2026
11:24 Uhr

(+) Polarisierung: „Adorno hätten Sie problemlos als ‚Querdenker‘ ansprechen können“


Der Philosoph Ralf Konersmann findet, unserer Gesellschaft ist ein guter Umgang mit Außenseitern abhandengekommen. Er wünscht sich mehr echte Vielfalt und Verrücktheit.

(+) Polarisierung: „Adorno hätten Sie problemlos als ‚Querdenker‘ ansprechen können“

In seinem bei Suhrkamp erschienenen Essay „Außenseiter“ setzt sich Ralf Konersmann, der auch emeritierter Lehrstuhlinhaber an der Universität Kiel ist, mit historischen Außenseitern wie Sokrates oder Rousseau auseinander und zieht eine Linie bis zum heute in Verruf geratenen Begriff „Querdenker“. Vor dem Interview verrät er, dass er sich als Philosoph selbstverständlich auch als Außenseiter sieht, als Teil der Gruppe von Menschen, die immer wieder versucht zu reflektieren: „Was machen wir da eigentlich? Was ist der Sinn dahinter, worauf will das alles hinaus?“

Niemand verachtet das linksliberale Bürgertum so wortgewaltig wie der „Welt“-Herausgeber Ulf Poschardt. Aber allein ist er damit nicht. Sein Buch „Shitbürgertum“ ist der Sachbuch-Bestseller der Saison. Eine Begegnung mit dem Dark Lord des deutschen Debattenzirkus.

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