SZ 23.01.2026
19:20 Uhr

(+) Nordrhein-Westfalen: Kann dieser Mann die SPD in ihrem Stammland retten?


Die SPD droht ausgerechnet in Nordrhein-Westfalen in die Bedeutungslosigkeit zu schlittern. Jochen Ott soll das verhindern. Nur: Außerhalb des Landtags kennt ihn kaum jemand.

(+) Nordrhein-Westfalen: Kann dieser Mann die SPD in ihrem Stammland retten?

Es hat in einigen Parteien Tradition, dass sie ihre Zentralen nach den größtmöglichen Persönlichkeiten ihrer Vergangenheit benennen. Die CDU residiert in Berlin im Konrad-Adenauer-Haus, die SPD im Willy-Brandt-Haus und ihr nordrhein-westfälischer Landesverband im Düsseldorfer Johannes-Rau-Haus. Wobei immer die Frage ist, ob das für die heute dort Politik Machenden Ansporn oder Last ist. Dort im Rau-Haus steht am Freitagnachmittag der versammelte SPD-Landesvorstand zusammen wie fürs Klassenfoto. Außergewöhnlich viele Reporter und Kameras sind da. Denn man hat hier Wegweisendes zu verkünden: Jochen Ott, der Fraktionschef im Landtag, soll die Partei als Spitzenkandidat in die nächste Landtagswahl führen.

Bis zu 400 Milliarden Euro würden jährlich vererbt, aber für den Staat falle kaum etwas ab, kritisieren die Sozialdemokraten. Nun schlägt die Partei grundlegende Änderungen vor – und empört damit den Koalitionspartner.

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