SZ 11.12.2025
15:15 Uhr

(+) Nordrhein-Westfalen: Ein AfD-Mann soll Gelsenkirchen repräsentieren


Ein AfD-Kandidat wird zum stellvertretenden Bürgermeister von Gelsenkirchen gewählt – weil er mehr Stimmen bekommt, als seine Partei Sitze im Rat hat.  Wer hat ihm zur Wahl verholfen?

(+) Nordrhein-Westfalen: Ein AfD-Mann soll Gelsenkirchen repräsentieren
AfD-Politiker Norbert Emmerich gibt am Abend der NRW-Kommunalwahl im September ein Interview. (Foto: Henning Kaiser/dpa)

Als die Oberbürgermeisterin das Ergebnis verliest, ist es ziemlich still im Ratsaal von Gelsenkirchen. Erst mit einigem Zögern kommt der Applaus. Direkt danach beantragt die SPD-Fraktion, die Sitzung zu unterbrechen. Die meisten hier müssen sich offenbar erst mal sammeln. Denn gerade ist etwas passiert, mit dem kaum jemand gerechnet hatte: Die AfD hat den Posten des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters bekommen. Ihr Stadtverordneter Norbert Emmerich wird die Stadt Gelsenkirchen also künftig bei Grundsteinlegungen, Veranstaltungseröffnungen, Jubiläen vertreten, wenn Oberbürgermeisterin Andrea Henze von der SPD nicht kann. Bei den anderen Fraktionen im Rat: Schockzustand.

Keine Partei kommt bei Arbeiterinnen und Arbeitern so gut an wie die AfD. Woran liegt das? Eine Spurensuche.

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