SZ 01.03.2026
19:52 Uhr

(+) Nahost: In Iran beginnt eine neue Zeit – aber was bringt sie?


Die Islamische Republik erlebt den ersten Tag nach dem Tod des Obersten Führers Ali Chamenei, der 37 Jahre lang an der Macht war. Die Menschen feiern, während Bomben fallen – und Israels Premier Netanjahu fordert sie zu weiteren Protesten auf. Wie es weitergehen könnte.

(+) Nahost: In Iran beginnt eine neue Zeit – aber was bringt sie?
Trauer um den toten Ayatollah Ali Chamenei in Teheran. (Foto: Majid Saeedi/Getty Images)

In der Nacht auf Sonntag wirkte es in Iran, als wäre für einen Moment die ganze Angst verflogen. Zwar hat das Regime am Wochenende wieder das Internet gesperrt, wie schon während der Proteste im Januar, aber manchen Menschen gelang es dennoch, ihre Videos in den sozialen Medien zu posten. Einzelne, kurze Aufnahmen aus der Nacht, als das Land erfuhr, dass Ali Chamenei tot ist. Da jubelten sie aus ihren Wohnungen heraus, so laut, dass ganze Stadtviertel von Teheran sich anhörten, als fände gerade eine Demo statt. Da zündeten sie kleine Feuerwerke. Da tanzten sie auf offener Straße und feierten.

Auch ohne Chamenei ist Iran in der Lage, Raketen auf Israel zu schießen. In Tel Aviv versuchen die Menschen, gelassen zu bleiben. Aber die Abstände zwischen den Alarmen werden kürzer.

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