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04.03.2026
12:55 Uhr
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Er war der Rausschmeißer für alle Nostalgiker der 68er-Revolte, aber er hat die Träume seiner Generation nie verraten. Zum Tod des Berliner Schriftstellers Peter Schneider.

Rechtzeitig in die Vernunft gerettet: Peter Schneider 2025 in seiner Wohnung in Berlin. MaurizioxGambarini/Imago/Funke Foto Services
In der Xantener Straße im alten West-Berlin hatte Peter Schneider eine sogenannte Arbeitswohnung. Arbeitswohnungen von Berliner Schriftstellern jener Generation waren nicht selten von der Gestalt, wie sie sich Neuberliner heute in ihren wilden Immoscout24-Fieberträumen zurechtmöblieren. Schneiders Domizil lag direkt neben dem Gebäude, in dem Ende der Sechzigerjahre die legendäre 21.-Mai-Teestube zum ersten Mal erlösendes Cannabis in größerem Stil für die theorielastigen Köpfe der Kämpfer ausgegeben hatte. Peter Schneiders gefühltes Zuhause war allerdings Italien, wo er sich teilweise niedergelassen hatte, zur Zeit als die Linke dort noch eine Restmilitanz pflegte. Später kaufte er sich ein Haus in Latium, sein „einziger Besitz in dieser Welt“, wie er versicherte.
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