Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Pipeline Nord Stream 2 hat die Bundesanwaltschaft an diesem Mittwoch einen ukrainischen Staatsbürger in Kroatien festnehmen lassen. Das teilt die Behörde in einer Pressemitteilung mit.
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19.08.2026 11:30 Uhr |

Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Pipeline Nord Stream 2 hat die Bundesanwaltschaft an diesem Mittwoch einen ukrainischen Staatsbürger in Kroatien festnehmen lassen. Das teilt die Behörde in einer Pressemitteilung mit.
Der Festgenommene wird „des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken dringend verdächtig“, wie es in der Mitteilung hieß.
Bei dem Festgenommenen handelt es sich um den 46 Jahre alten Ukrainer Wolodymyr Z. Er ist ausgebildeter Taucher und gehört einer Gruppe an, die im September 2022 Sprengsätze an den Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 angebracht haben soll. Z. war bereits in Polen festgenommen worden und saß dort in Untersuchungshaft. Ein polnisches Gericht lehnte aber eine Auslieferung nach Deutschland ab und hob die Untersuchungshaft auf.
2022 wurden die Gas-Pipelines in der Ostsee schwer beschädigt. Seit Ende September sitzt ein mutmaßlicher Beteiligter in Polen in U-Haft. Zum Prozess in Deutschland kommt es vorerst nicht.
Der Anschlag im Herbst 2022 hatte weltweit Schlagzeilen gemacht. Mehrere Sprengungen beschädigten die beiden Pipelines so sehr, dass kein Gas mehr durchgeleitet werden konnte. Die Explosionen wurden in der Nähe von Bornholm registriert. Wenig später entdeckte man vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen.
Durch Nord Stream 1 floss zuvor russisches Erdgas nach Deutschland. Nord Stream 2 war infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine noch nicht in Betrieb.
Der Beschuldigte soll nach einer Überstellung aus Kroatien dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.
Seit vor fast drei Jahren Sprengsätze an Nord Stream 1 und 2 detonierten, versuchen vor allem deutsche Ermittler, die Täter zu fassen. Jetzt glauben sie, alle identifiziert zu haben – und der Fall wird mit jedem Namen politisch heikler.
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