SZ 15.02.2026
14:02 Uhr

(+) Münchner Sicherheitskonferenz: Der Westen, den er meint


US-Außenminister Rubio sprach in München leidenschaftlich über die „westliche Zivilisation“. Das rührte einige. Nur zur Klarstellung: Er hält es ersichtlich mit dem Geschichtsbild von Mel Gibson, es geht da weniger um die Werte der französischen Aufklärung.

(+) Münchner Sicherheitskonferenz: Der Westen, den er meint
Vor allem das Christentum lag Marco Rubio auf der Sicherheitskonferenz am Herzen, in seiner Interpretation gehören dazu der Kölner Dom, Dante und Shakespeare, Leonardo da Vinci, Mozart und schließlich die „Rolling Stones“. (Foto: Alex Brandon/Reuters)

Marco Rubios Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz war durchdacht und hintergründig. Auf die erste Erleichterung – keine Aufkündigung des transatlantischen Bündnisses! – folgten Close Readings, die ernüchterten. Das Beistandsversprechen des Artikels 5 der Nato-Verträge wurde nicht ausdrücklich bekräftigt. Überhaupt fehlte neben der Anrufung amerikanischer Stärke, der sich Europa anschließen solle, viel von der diplomatischen Deutlichkeit in konkreten Fragen – vor allem zu Russland und der Ukraine –, die man von einem Außenminister hätte erhoffen können. Mehr amerikanische Dominanz, weniger Wechselseitigkeit: So soll es künftig im Bündnis weitergehen, das war die Ansage.

Unter den Starsoziologen ist Hartmut Rosa der furchtlos lebensnahe Beobachter. Die Unfähigkeit zum Bürokratieabbau und der Videobeweis in der Fußballbundesliga sind für ihn Teil desselben Problems. Ein Gespräch über den übersehenen Urgrund unserer Krise.

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