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20.01.2026
16:44 Uhr
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Bei einem Trinkgelage am Busbahnhof am Oertelplatz soll ein Obdachloser zwei seiner Bekannten unvermittelt mit einem Messer attackiert haben. Vor dem Landgericht präsentiert der 50-Jährige eine ganz andere Version der Geschehnisse.

Marcin B. steht wegen einer Messerattacke am Oertelplatz in Allach vor Gericht (Symbolfoto). (Foto: Florian Peljak)
Die einzige Konstante im Leben von Marcin B. ist Alkohol. Er sei Alkoholiker, sagt der 50-Jährige. Bis vor Kurzem trank er jeden Tag, obwohl er Medikamente nehmen muss. Zum Beispiel gegen Bluthochdruck und Depressionen. Durch Alkohol hat Marcin B. schon viel verloren in seinem Leben. Seine Familie, Jobs und zuletzt auch seine Freiheit. Seit fast einem Jahr sitzt er nun schon in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim, weil er versucht haben soll, zwei Bekannte aus dem Obdachlosenmilieu zu ermorden. Marcin B. muss sich deshalb seit Dienstag vor der 19. Strafkammer am Landgericht München I verantworten. Die angebliche Messerattacke auf die beiden mutmaßlichen Opfer wies er zum Prozessauftakt weit von sich.
Wie konnte der Attentäter mit seinem Mini an fünf Streifenwagen vorbei in die Verdi-Demo fahren? Im Prozess berichten Beamte von grausamen Szenen, die sie bis heute beschäftigen, und selbstlosen Schwerverletzten.
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