SZ 26.02.2026
11:51 Uhr

(+) Mediale Berichterstattung: Die Epstein Files sind kein Serienplot


Seit alle Welt in den Epstein Files herumklicken kann, entstehen sensationslustige True-Crime-Erzählungen auf Social Media. Die Grusel-Faszination erschwert aber den Blick, auf das, was wirklich war – und auf das strukturelle Versagen.

(+) Mediale Berichterstattung: Die Epstein Files sind kein Serienplot
Lisa Phillips gehört zu den Frauen, die von Jeffrey Epstein missbraucht wurden. Hier spricht sie bei einer Pressekonferenz der US-Demokraten am 24. Februar 2026. (Foto: ALEX WROBLEWSKI/AFP)

„Epstein-Liste geleakt! Wer steht drauf?“ – So oder ähnlich lauten seit einigen Wochen die Schlagzeilen, mit denen sich Menschen auf Social Media, Podcast-Hosts oder in Medienhäusern an den Dokumenten rund um Jeffrey Epstein abarbeiten. Der Deutschlandfunk fragt: „Kommt jetzt alles auf den Tisch?“ Bei Welt-TV heißt es, der „Epstein-Schock erreicht Deutschland“ und der True-Crime-Podcast „Stimmen im Kopf“ gibt einer Folge zum Fall den Titel „Der Epstein-Eisberg – Wege zur Macht“. Auch Netflix spielt die schon 2020 erschienene Dokumentation „Jeffrey Epstein – Stinkreich“ derzeit wieder groß aus.

Man sollte meinen, die Lage der Frauenrechte habe sich in den vergangenen sieben Jahren verbessert – so viel, wie darüber seit „Me Too“ gesprochen wird. Stattdessen nimmt die Gewalt gegen Frauen sogar zu. Wie kann das sein?

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