SZ 16.02.2026
15:16 Uhr

(+) Marco Rubio in Budapest: Orbán hofft auf Hilfe aus Amerika


Ungarns Premier könnte die Wahl im April verlieren. Umso gelegener kommt ihm da die Visite des US-Außenministers. Und er wünscht sich einen noch prominenteren Besucher aus den Vereinigten Staaten.

(+) Marco Rubio in Budapest: Orbán hofft auf Hilfe aus Amerika
„Ihr Erfolg ist unser Erfolg“: US-Außenminister Marco Rubio zu Besuch beim ungarischen Premierminister Viktor Orbán in Budapest. (Foto: Alex Brandon/AP)

Marco Rubio war auf eine Art begeistert, wie es nur Amerikaner in Europa sein können. Er sei zum ersten Mal in Budapest und freue sich, „in dieser unglaublichen Stadt“, „an diesem großartigen Ort“ zu sein, sagte er am Montag. Es sind allerdings nicht Sehenswürdigkeiten wie Viktor Orbáns prächtiger Amtssitz im Karmeliterkloster, die den amerikanischen Außenminister in die ungarische Hauptstadt geführt haben. Sondern genuin amerikanische Interessen. Ungarn bezieht für den Geschmack der US-Regierung nämlich zu viel Energie aus Moskau. Bis zu 80 Prozent des ungarischen Öl- und Gasverbrauchs werden nach wie vor von Russland abgedeckt. Wenn es nach den Amerikanern geht, soll sich das in Zukunft ändern und Ungarn auch Flüssigerdgas aus den USA einkaufen.

Erst waren alle geradezu betört, weil Marco Rubio so nett klang, ganz anders als J. D. Vance voriges Jahr auf der Sicherheitskonferenz. Aber letztlich brachte er die gleiche Botschaft: Wer Trump nicht folgt, hat Pech gehabt. München und der Riss, der bleibt.

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