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22.11.2025
14:48 Uhr
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„Lange kein so hartes Foul mehr gesehen“: Der Mainzer Dominik Kohr steigt mit seinem neunten Bundesliga-Platzverweis zum Rekordhalter auf – und entschuldigt sich.

Dominik Kohr von Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat am Tag nach seinem Rot-Rekord um Verzeihung gebeten und seine Intention erklärt. Es sei ihm wichtig, sich direkt an die Fans und vor allem an Max Moerstedt von der TSG Hoffenheim zu richten, schrieb Kohr am Samstag auf Instagram nach dem 1:1 (0:1) gegen die Kraichgauer.
„In meinem Kopf wollte ich gestern lediglich einen Pass von Max verhindern. Darauf lag mein Fokus, das war meine Intention, ich wollte Max nicht treffen“, betonte Kohr: „Auf dem Platz habe ich diese Aktion selbst gar nicht in dem Ausmaß wahrgenommen – das kam erst, als ich die TV-Bilder gesehen habe. Ich bin selbst erschrocken. Das hätte auch anders ausgehen können.“
Kohr hatte wegen groben Foulspiels nach Videobeweis (88.) am Freitagabend die rote Karte gesehen. Mit seinem neunten Platzverweis stellte er einen unrühmlichen Rekord in der Fußball-Bundesliga auf und zog in seinem 316. Spiel an Jens Nowotny und Luiz Gustavo vorbei. „Max Moerstedt bitte entschuldige – ich bin erleichtert und froh, dass dir nicht mehr passiert ist und du weiterspielen konntest“, schrieb Kohr weiter.
„Kompromisslos zu verteidigen, ist Teil meiner fußballerischen DNA“, erklärte Kohr: „Aber natürlich bin ich auch ein Mensch, der niemals in einen Zweikampf reingeht mit der Absicht, jemanden zu verletzen oder dem Willen, für einen abgewehrten Ball einfach in Kauf zu nehmen, dass mein Gegenspieler zu Schaden kommt.“ Er wolle sich auch bei seiner Mannschaft und den Fans entschuldigen.
Hoffenheims Trainer Christian Ilzer hatte am Freitagabend in Kohrs Richtung gesagt: „Ich gieße jetzt nicht weiter Öl ins Feuer, aber es war eine glasklare rote Karte. Moere hat seine Spuren, er ist sauber abgestempelt worden. Er hat es bis auf einen Bluterguss gut überstanden“, berichtete Ilzer, der zuvor bei Sky sagte, er habe schon „lange kein so hartes Foul mehr gesehen“.
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