Da stand Novak Djokovic, die Augen strahlten, Applaus brandete auf. „Guten Abend alle“, sagte er höflich. Sofort ertönten „Nole, Nole“-Rufe in der Rod Laver Arena. „Das beste Wort, um es zu beschreiben, lautet: historisch“, sprach er weiter und schaute zum Gewinner, zu Carlos Alcaraz. „Du bist so jung“, sagte Djokovic und scherzte: „In den nächsten zehn Jahren werden wir uns noch oft sehen.“ Diese Pointe saß, er ist ja schon 38 Jahre alt und damit 16 Jahre älter als der Spanier. Dann wandte sich Djokovic an einen besonderen Gast: an Rafael Nadal im Publikum. „Was machst du da oben?“, sagte er zu seinem früheren härtesten Widersacher, der für das Finalwochenende des ersten Grand Slam des Jahres eingeflogen war. Der 39-Jährige hatte 2024 seine Karriere beendet. Schließlich verlor Djokovic kurz den Faden, er hätte zwei Reden vorbereitet, eine für den Sieg und eine für die Niederlage, gab er lachend zu. Selten, vielleicht noch nie hat dieser Ausnahme-Athlet derart entspannt ein Grand-Slam-Finale verloren, das stand fest.
