Eine Frau will sich von der Außenwelt abwenden. Sie hadert mit ihrem Berufsleben, wechselt ihren Job mindestens wöchentlich. Sie arbeitet in einer Bäckerei, in einem Hotel, als Schuhverkäuferin – und empfindet jede dieser Tätigkeiten als Angriff auf ihre Würde. Sie ist lesbisch, möchte aber schwanger werden, organisiert dafür sogar eine Party, auf die sie zahlreich fremde Männer einlädt. Dann bricht sie plötzlich aus: Sie entscheidet sich für eine radikale Form der Abschottung, flieht aufs Land, mietet ein Haus ohne Heizung und ohne Bad. Dort hat sie weder Geld noch Arbeit, besitzt nur ein halbes Dutzend Hühner und einen Sack Maisschrot. Und sie hofft auf einen harten Winter, auf Schneestürme und unpassierbare Straßen – auf den vollständigen Kontaktverlust zur Zivilisation.
