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20.11.2025
10:52 Uhr
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„Der Spiegel“ verleiht einen neuen Literaturpreis, wirft öffentlich einen Kandidaten nach dem anderen raus, und am Ende gibt es für die Auszeichnung: null Euro. Darf man der Siegerin schon gratulieren?

Am Donnerstag will Der Spiegel in Hamburg zum ersten Mal seinen neuen Literaturpreis verleihen. (Foto: Bodo Marks/picture alliance / dpa)
Klar, Inflation. Klar, Medienkrise. Aber trotzdem. Als vor 20 Jahren der Deutsche Buchpreis ins Leben gerufen wurde, erhielt der oder die Ausgezeichnete jeweils 25 000 Euro und einen quasi garantierten Weltbestseller. Einer der ersten Romane, der mit dem Preis ausgezeichnet wurde, Julia Francks „Die Mittagsfrau“, soll sich danach eine Million Mal verkauft haben, raunten damals Betriebsinsider. Seither hat sich die Dotierung zwar nie geändert, und die Kaufkraft der damaligen 25 000 Euro ist auf heute nur noch etwa 18 000 Euro gesunken. In nur noch anderthalb Finanzkrisen wird sie sich dann schließlich ungefähr halbiert haben. Aber immerhin.
Als der Schriftsteller Laurent Mauvignier 16 Jahre alt war, brachte sich sein Vater um. Im Roman „La Maison vide“ sucht er nach dem Warum. Dafür wurde er jetzt mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet, dem wichtigsten Literaturpreis Frankreichs.
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