SZ 20.11.2025
14:40 Uhr

(+) Liedermacher-Szene: Hemd und Herz weit offen


Sensible Rechthaber, wilde Poeten: Vom Fein- und Softgefühl Konstantin Weckers und der deutschen Liedermacherzunft. Vor allem sich selbst gegenüber.

(+) Liedermacher-Szene: Hemd und Herz weit offen
Konstantin Wecker im September 1977 in Berlin. (Foto: Dieter Klar/picture alliance)

Wer sich ernsthaft dafür interessiert, wie ein Liedermacher eigentlich so seine Tage verbringt, muss nur auf die Website der Bundesagentur für Arbeit gehen. Denn dort – kein Scherz – wird die Gattung als offizielles Jobprofil geführt. „Liedermacher/innen verfassen Texte, komponieren die passende Musik und vertonen ihre Werke“, steht da im Kurzüberblick. „Sie sind beispielsweise Geschichtenerzähler/innen, Mundart-Sänger/innen, gesellschaftskritische und politische Sänger/innen oder tragen humoristische bis ironische Lieder vor.“ Dafür, dass Künstler von sich selbst ja immer sagen, man dürfe sie „in keine Schublade stecken“, ist das doch präzise.

Wurde Reinhard Meys Song „Nein, meine Söhne geb’ ich nicht“ vom SWR gecancelt? Nun, nein. Eher schon ist der Fall ein Lehrstück über die Macht alternativer Fakten.

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