Trotz einer staatlich verordneten Blockade des Internets und anderer Kommunikationswege zeichnet sich immer deutlicher ab, dass das iranische Regime mit nicht gekannter Brutalität gegen die seit mehr als zwei Wochen andauernden Proteste im Land vorgeht. Die Organisation HRANA beziffert die Zahl der Todesopfer unter den Demonstranten inzwischen auf mindestens 505. Iran Human Rights zählt mindestens 648 Tote. Viele Aktivisten gehen von weit höheren Zahlen aus, wofür auch nach außen geschmuggelte Bildaufnahmen zahlreicher Leichensäcke mit Opfern der Proteste sprechen. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, kritisierte einen „Zyklus schrecklicher Gewalt“, der sofort beendet werden müsse.
