|
11.01.2026
16:00 Uhr
|
Mehmet G. saß bereits wegen eines Raubüberfalls in Haft, da fand sich an einem älteren Tatort erneut seine DNA. Alles klar also? Über einen Fall, in dem es sich die Justiz zu einfach gemacht hat.

(Foto: Illustration: Stefan Dimitrov)
Die drei Komplizen gingen äußerst stümperhaft vor. In Trainingsanzügen stürmten sie durch die offene Tür in das Mannheimer Wettbüro, zwei von ihnen hatten FFP2-Masken vorm Gesicht und die Kapuze auf dem Kopf, einer trug eine Sturmmaske. Alle kamen ohne Handschuhe. Sie schubsten den Mitarbeiter in ein Hinterzimmer, und sie fassten alles Mögliche an. Eine Stuhllehne, den Tresorgriff, den Tresorschlüssel, den Geldstapler in einem Wettautomaten, die Türklinke. Nach nicht einmal eineinhalb Minuten rannten sie wieder raus. Mitgenommen hatten sie ein paar Tausend Euro. Zurückgelassen hatten sie einen verletzten Mann und zahlreiche Spuren.
Drei Jahre lang war Sebastian T. vorgeworfen worden, die Medizinstudentin Hanna Wörndl ermordet zu haben. Nun hat ihn das Landgericht Traunstein freigesprochen. Über ein Urteil, bei dem die Richterin gegen die Tränen kämpfen muss.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: