SZ 01.03.2026
17:14 Uhr

(+) Krieg in Iran: Was der Krieg für Deutschland bedeutet


Kanzler Merz hat den Nationalen Sicherheitsrat einberufen. Bei den Geheimdiensten wächst die Sorge, das iranische Regime könnte mit Vergeltung auch in Europa reagieren.

(+) Krieg in Iran: Was der Krieg für Deutschland bedeutet
Jubel am Brandenburger Tor in Berlin: Viele Menschen iranischer Abstammung haben sich am Wochenende über die amerikanisch-israelischen Luftschläge gegen Iran gefreut. Sie verbinden damit die Hoffnung auf einen Regimewechsel. (Foto: Christophe Gateau/dpa)

Friedrich Merz musste es kommen gesehen haben. Schon Anfang Februar während seiner Reise nach Riad, Doha und Abu Dhabi hatte er die Angst am Golf zu spüren bekommen. Alle Gesprächspartner schilderten dem Kanzler den Ernst der Lage und die große Sorge, nach amerikanischen und israelischen Angriffen auf Iran in einen großen Krieg gezogen zu werden. Bis Samstagfrüh blieb Merz allenfalls ein Rest Hoffnung, dass die Verhandlungen doch noch zum Erfolg führen. Dann kam die Nachricht der Israelis, dass der Angriff kurz bevorsteht. Deutschland gehörte zu den wenigen Partnern, die so eine Vorwarnung erhielten. Was für die Bundesregierung allerdings im Kern nichts ändert: Sie muss wie die anderen in Europa mit einer Eskalation umgehen, auf die sie so gut wie keinen Einfluss hat.

Ali Chamenei, Oberster Führer der Islamischen Republik Iran, wurde durch den historischen Zufall an die Macht getragen. Seit 1989 herrschte er mit purer Gewalt über sein Land. Jetzt ist er tot und die Frage ist, ob es den Gottesstaat ohne ihn überhaupt noch gibt.

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