SZ 29.08.2026
14:00 Uhr

(+) „Kraftwerk“-Konzert in Dessau: Eine Liebesbekundung ans Bauhaus


In Zeiten, in denen die große Designschule sich unter Beschuss der AfD befindet, treten „Kraftwerk“ am Bauhaus in Dessau auf. Die Gruppe begeistert die Menschen – und weicht am Ende minimal vom Protokoll ab.

(+) „Kraftwerk“-Konzert in Dessau: Eine Liebesbekundung ans Bauhaus

Zum Schluss, ganz zum Schluss lässt sich Ralf Hütter dann doch noch zu einer Geste hinreißen. Hütter, Mitgründer und Kopf der Gruppe Kraftwerk, Weltpopstar und strikt anmutender Künstlermensch, hat eben das Konzert beendet, vermutlich mit einem beschwingten Touchscreen-Druck. „Musique Non Stop“ hieß das letzte Stück. Die Musik hört nie auf, bei Kraftwerk ist das ja keine Disco-Wellness-Phrase, sondern eine echte ästhetische Maxime: die endlose Bewegung, die sich drehenden Räder, die sich in der Luft fortpflanzenden Radiowellen. Der Beat als Perpetuum mobile, das durch Zeit und Raum hindurchbumpert.

„Mastodons“ erstes Album ohne den verunglückten Ex-Gitarristen Brent Hinds ist da. Beim Anhören von „Marrow Deep“, beim Konzert und beim Gespräch mit der Band kann man über den Dreiklang von Trennung, Trauer und Weitermachen nur staunen.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: