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26.11.2025
15:36 Uhr
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Paläontologen haben in Kolumbien das Fossil einer neuen Schildkrötenart entdeckt und nach der Sängerin Shakira benannt. Ein fantastischer Fall von Doppel-Longevity.

Sie sieht noch aus wie in den Neunzigern: Shakira, 48, bei einem Konzert in New York, September 2025. (Foto: Kylie Cooper/REUTERS)
Die kolumbianische Sängerin Shakira altert nicht. Gleiches gilt für ihren Hüftschwung. Das ist populärwissenschaftlich erwiesen. Man vergleiche nur einmal das „Estoy Aquí“-Video aus dem Jahr 1995 mit der „Waka Waka“-Performance zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 mit den Auftritten bei der „Las Mujeres Ya No Lloran World Tour“ im aktuell laufenden Jahr und versuche, hier irgendeinem Vorher-Nachher-Effekt auf die Schliche zu kommen – unmöglich! Interviewerinnen von Frauenzeitschriften können niemals der Versuchung widerstehen, Shakira nach dem Geheimnis ihres jugendlichen Teints zu fragen, worauf die Antwort zuverlässig lautet, an diese Haut komme nur Wasser und Make-up-Entferner. Frauen ab vierzig wissen, dass das Bullshit ist und gegen keine Zornesfalte je geholfen hat. Shakira ist jetzt 48 Jahre alt. Wenn sie so weitermacht, wird sie sich über die Trennung von Star-Fußballer Gerard Piqué eines fernen Tages mit dem Enkel von David Beckham hinwegtrösten.
Früher hätte man schlicht von guten Genen gesprochen, heute weiß man selbstverständlich, dass es sich um einen besonders eindrucksvollen Fall von Longevity handelt – eine Wissenschaft, die so komplex ist, dass man sich die Feinheiten auch in vier herkömmlichen Menschenleben nicht draufschaffen könnte. Auf der anderen Seite ist die wahre Longevity-Checkerin schon immer Mutter Natur gewesen, zu besichtigen an Shakira mit ihrer bescheidenen Pflegeroutine, wie auch an einem Wesen, das Paläontologen im Süden Kolumbiens soeben ans Licht der Tatsachen befördert haben.
Es handelt sich um eine bisher unbekannte Gattung der Schildkröte (Testudines), genauer um ein neues Mitglied in der Familie der Podocnemididae, das ersten Erkenntnissen zufolge fast 13 Millionen Jahre überdauert hat, wenn auch nicht lebend. Die Entdecker haben den wirklich nur ganz leicht vergammelten Schädel und die zwei in ewiglicher Zuneigung miteinander verbundenen Panzerplatten auf den Namen Shakiremys colombiana getauft, Herrgott, auf welchen Namen auch sonst? Shakiremys soll die fantastische Eigenschaft besessen haben, sich an verschiedene aquatische Umgebungen anzupassen und alles aufzufressen, was ihr vor den Kiefer schwamm. Auf dem Instagram-Account der Sängerin ist vorläufig kein Dankeswort zu finden, vermutlich ringt sie noch um Fassung.
Schon irre, wozu eine zum Äußersten entschlossene Longevity so in der Lage ist, nicht wahr? 13 Millionen Jahre, und äußerlich nur ein paar Tage gealtert! Wenn dereinst achtsame Aliens auf dem Planeten Erde landen, von dessen Oberfläche die Menschheit längst weggebröselt ist, werden sie in den Überresten dessen, was vor Urzeiten Kolumbien war, eine wunderschöne Frauenmumie finden. Sie wird keine einzige Falte und so sinnliche Hüften haben, dass selbst den Achtsamsten unter ihnen Hören und Sehen vergehen wird. Sie werden sie „NGC 6210“ nennen, nach dem planetarischen Nebel im Sternbild des Herkules. Es heißt, er habe die Form einer schwimmenden Wasserschildkröte.
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