SZ 22.01.2026
11:09 Uhr

(+) Klassik: Siemens-Musikpreis an Jordi Savall


Der Katalane erhält den mit einer Viertelmillion Euro dotierten „Nobelpreis“ der Musik. Dabei war gar nicht abzusehen, dass er mit seinem hohen Anspruch auch ein unterhaltungsgewohntes Publikum begeistern kann.

(+) Klassik: Siemens-Musikpreis an Jordi Savall

Er ist ein Tausendsassa, aber keiner, der viel Lärm um sich macht. Der 1941 im spanischen Igualada geborene katalanische Gambist, Musikwissenschaftler und Dirigent Jordi Savall erhält den Siemens-Musikpreis 2026. Die jährlich vergebene Auszeichnung gilt als Nobelpreis der Musik, sie ist mit 250 000 Euro dotiert und wird am 23. Mai im Münchner Prinzregententheater verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem 1974 der Komponist Benjamin Britten, 1977 der Dirigent Herbert von Karajan, 1984 der Geiger Yehudi Menuhin, 1987 der Dirigent Leonard Bernstein, 2008 die Geigerin Anne-Sophie Mutter, 2014 der Musikwissenschaftler Peter Gülke und 2020 die Bratschistin Tabea Zimmermann.

Seine Einspielungen der Beethoven-Sonaten sind unerreicht, seine Liveauftritte sitzen dem konservativen Klassikpublikum noch heute in den Knochen. Das Klavier-Genie Friedrich Gulda ist wiederauferstanden – in einer Groß-Edition auf 84 CDs.

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