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04.03.2026
13:19 Uhr
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Mit „Gelbe Briefe“ gewann İlker Çatak den Goldenen Bären auf der Berlinale. Er erzählt auf kluge, berührende Weise von der Brüchigkeit politischer Überzeugungen in der türkischen Autokratie – und im täglichen Gefecht einer Ehe.

An einer Stelle wird Aziz (Tansu Biçer) seiner Frau Derya (Özgü Namal) sagen, er habe sie als Schauspielerin überhaupt erst erschaffen. Alamode
„Im Namen des Volkes“ steht an der Wand des Gerichtssaals, auf Deutsch. Der Richter aber trägt eine schwarze Robe mit rotem Kragen, eine Ceza Hakim Cübbesi. Er spricht Türkisch. Draußen vor dem Gebäude, bei dem es sich um das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg handelt, stehen blau-schwarze Mannschaftswagen der deutschen Polizei.
İlker Çatak gewinnt bei der Berlinale den Preis für den besten Film: „Gelbe Briefe“ erzählt von der Verfolgung von Künstlern in der Türkei. Ein Gespräch über die Mechanismen von Erdoğans Machtapparat und die Frage, warum diese Geschichte auch in Donald Trumps Amerika spielen könnte.
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