SZ 25.08.2026
18:09 Uhr

(+) Kino: Ein Überraschungspaket aus Tod und Weirdness


Der Film „Everytime“ von Sandra Wollner geht für Deutschland ins Oscar-Rennen, ein schwer greifbarer Psychohorrorfilm. Wegen einer Regeländerung haben auch noch zwei weitere deutsche Filme eine Chance.

(+) Kino: Ein Überraschungspaket aus Tod und Weirdness
In „Everytime“ stürzt eine junge Frau von einem Hochhaus. Ein Jahr später macht ihre kleine Schwester eine Entdeckung. Eksystent/epd

Die Szene, mit der Deutschland dieses Jahr versuchen wird, in Hollywood auf sich aufmerksam zu machen, in der Kategorie „Bester internationaler Film“ bei den Oscars, ist aus weiter Ferne gefilmt. Zwei Teenager unterhalten sich auf dem Dach eines Hochhauses, versonnenes Gerede, Drogen rauschen in ihren Köpfen. Ach, wenn Berlin doch nur am Meer läge. Ob das da eine Möwe sei? Dann folgt die Kamera dem Vogel, der natürlich keine Möwe ist, der Morgensonne nach der Partynacht entgegen, sucht und verliert ihn, auch die Teenager hat die Kamera aus dem Blick verloren, sie gleitet die Fassade des Hochhauses entlang, scheint sich zu verirren, zu träumen, und plötzlich fällt da ein Körper durchs Bild, verschwindet unten hinter den Büschen.

Künstliche Intelligenz wird zum Fundament der Unterhaltungsindustrie. Warum Filmschaffende sich trotzdem nicht den Tech-Konzernen unterwerfen müssen und die KI-Flut auch eine große Chance fürs Kino sein könnte.

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