SZ 03.02.2026
11:36 Uhr

(+) Kino: Backen für Saddam


Der Film „Ein Kuchen für den Präsidenten“ erzählt von der Tyrannei im Irak – und zeigt, warum das Leid nicht sofort verschwindet, wenn der Diktator stürzt.

(+) Kino: Backen für Saddam

Man kann eine glückliche Kindheit haben. Man kann eine unglückliche Kindheit haben. Und man kann in der Schule das falsche Los ziehen. Lamia (Baneen Ahmad Nayyef), neun Jahre alt, aber mit sehr erwachsener Skepsis im Blick, versucht noch zu schummeln, aber dann trifft es sie doch. Es ist das Jahr 1991, Lamia lebt im Süden des Irak, die Sanktionen verursachen große Not, Krieg liegt in der Luft, Irak hat das Nachbarland Kuweit überfallen, eine US-geführte Allianz schlug zurück. Und ausgerechnet in dieser deplorablen Gesamtsituation wird Lamia vom Lehrer per Los dazu verdammt, einen Kuchen zu backen zum  50. Geburtstag Saddam Husseins.

Ein Kind schwebt in Todesgefahr und wählt den Notruf: Diese reale Tonaufnahme hat die Regisseurin Kaouther Ben Hania für ihren Spielfilm „Die Stimme von Hind Rajab“ verwendet. Aber sollte man bei einem heiklen Thema wie dem Nahostkonflikt Fakten und Fiktion mischen?

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