So ein Tag sei für die Kinder oft purer Stress. Ihre Abende daher bitte ruhig gestalten. Wer die Tochter oder den Sohn in der Krippe hat oder hatte, dem kommen solche Sätze von Erzieherinnen womöglich bekannt vor. Anpassen, Stress, Überreizung – schon absurd, wie selbstverständlich das heute zur Kindheit dazugehört. Jedes dritte Kind unter drei Jahren besucht hierzulande eine Tagesbetreuung. Gäbe es mehr Plätze, wären es sicher noch mehr. Die Betreuung außerhalb der Familie, oft ganztags, ist zur neuen Normalität geworden, zum neuen Alltag, zum neuen Staatsziel. Aber ist das eigentlich sinnvoll? Wollen die Eltern das überhaupt wirklich? Und wer fragt eigentlich die Kinder?
