SZ 14.06.2026
12:22 Uhr

(+) Journalismus: Quatsch vom Chef


Mathias Döpfner vom Axel-Springer-Konzern hat einen KI-generierten Kommentar in der „Welt“ veröffentlicht. Ein „Schelmenstreich“ sei das, meint ein Sprecher. Tatsächlich ist es eine Absage an einen Journalismus, der auf eigenem Denken aufbaut.

(+) Journalismus: Quatsch vom Chef

In der vergangenen Woche hat es Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns Axel Springer, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mal so richtig gezeigt. Die FAZ hatte einen Gastbeitrag des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt gelöscht, weil er wohl mithilfe von Künstlicher Intelligenz geschrieben worden war. Die hatte sich offenbar auch, wie es ihre Art ist, Zitate von Wissenschaftlern herbeihalluziniert. „Wir veröffentlichen heute und auch künftig keine Originalbeiträge mit von KI generiertem Text“, stellte das Blatt fest.

Ulf Poschardt tritt als „Welt“-Herausgeber zurück, wird nun „freiester Mitarbeiter“ des Axel-Springer-Verlags – und steigt mit Ausrüstung für nur 438 Euro in den „Instagram-Schützengraben“.

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