Seit etwa 15 Jahren ist es im überalterten Japan üblich, betagte Menschen an ihre Sterblichkeit zu erinnern. Verwaltungen geben Ratgeber heraus, um sie bei den Shukatsu, den Aktivitäten am Lebensende, zu unterstützen. Das ist die feine japanische Art, den Leuten klarzumachen, dass sie der Nachwelt mit ihrem Tod möglichst wenige Umstände bereiten sollen, indem sie ihre eigene Bestattung organisieren, ihr Erbe regeln, ihr Haus entrümpeln. Und zunehmend kommt dazu die Bitte an die Alten, einen Versorgungsplan für ihr Hikikomori-Kind zu hinterlassen, falls sie eines haben.
