SZ 22.12.2025
11:39 Uhr

(+) Japan: Wie Hikikomori ohne Eltern überleben können


Schätzungsweise 1,46 Millionen Menschen hausen in Japan sozial isoliert in ihren alten Kinderzimmern. Wenn ihre Mütter und Väter sterben, sind sie aufgeschmissen.

(+) Japan: Wie Hikikomori ohne Eltern überleben können
Als „Hikikomori“ werden in Japan Menschen – meist sind es Männer – bezeichnet, die in extremer sozialer Isolation leben und oft über Jahre nicht einmal mehr ihr Zimmer verlassen. (Foto: imago images/AFLO)

Seit etwa 15 Jahren ist es im überalterten Japan üblich, betagte Menschen an ihre Sterblichkeit zu erinnern. Verwaltungen geben Ratgeber heraus, um sie bei den Shukatsu, den Aktivitäten am Lebensende, zu unterstützen. Das ist die feine japanische Art, den Leuten klarzumachen, dass sie der Nachwelt mit ihrem Tod möglichst wenige Umstände bereiten sollen, indem sie ihre eigene Bestattung organisieren, ihr Erbe regeln, ihr Haus entrümpeln. Und zunehmend kommt dazu die Bitte an die Alten, einen Versorgungsplan für ihr Hikikomori-Kind zu hinterlassen, falls sie eines haben.

Der Aokigahara-Wald ist berühmt für seine Stille. Manche sagen auch: Totenstille. Denn kein anderer Ort in Japan zieht so viele Menschen an, die Suizid begehen wollen. Nun hat die Regionalregierung einen lebensrettenden Versuch gestartet.

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