SZ 11.02.2026
06:43 Uhr

(+) Jana Hensels neues Buch über Ostdeutschland: Boah Demokratie


Die Journalistin Jana Hensel erklärt die Hinwendung vieler Ostdeutscher zu einer rechtsextremen Partei mit den sozialen Verwerfungen nach der Wiedervereinigung. Das giftige Erbe der SED blendet sie aus. Und verfälscht sogar Fakten.

(+) Jana Hensels neues Buch über Ostdeutschland: Boah Demokratie
Kaltes Herz: Bürger drücken 2023 am Tag der Landrats-Stichwahl im thüringischen Sonneberg ihre Gefühle für die AfD mit Straßenkreide aus. (Foto: Martin Schutt/dpa)

Deutschland stehen in diesem Jahr Schicksalswahlen bevor, die diese pathetische Bezeichnung ausnahmsweise wirklich verdienen. In zwei ostdeutschen Bundesländern werden im September neue Landtage gewählt, und es erscheint möglich, wenn nicht gar wahrscheinlich, dass eine rechtsextreme Partei erstmals an einer Landesregierung beteiligt sein wird, womöglich sogar den Ministerpräsidenten stellt. Aktuelle Umfragen sehen die Alternative für Deutschland (AfD) in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bei 38 bis 40 Prozent. Damit würde die Partei nicht nur Sperrminoritäten erzielen, mit denen sie die parlamentarische Arbeit blockieren kann. In Magdeburg könnte sie sogar nach dem Amt des Regierungschefs greifen, falls mehrere kleine Parteien – FDP, Grüne, BSW – an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, sodass ein AfD-Ergebnis von knapp über 40 Prozent für die Mehrheit der Mandate reicht.

Die Top 20 der Redaktion „Das Politische Buch“ zeigen, welche Analysen zu aktuellen Konflikten 2025 aus der Masse hervorstachen – und welche zeithistorischen Werke essenzielle Erkenntnisse brachten.

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