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12.01.2026
06:00 Uhr
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Dass Jan Marsalek einen Platz im russischen Geheimdienst hat, gilt als sicher. Bislang unveröffentlichte Chats legen jetzt den Verdacht nahe, dass der frühere Wirecard-Vorstand auch Verbindungen zum Bundesnachrichtendienst gehabt haben könnte. Der BND bestreitet das.

Die Antwort des Bundesnachrichtendienstes war als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ gekennzeichnet und kurz. Das für die Aufsicht der Nachrichtendienste zuständige Referat im Bundeskanzleramt hatte wissen wollen, ob der BND Erkenntnisse über geheimdienstliche Verbindungen des Wirecard-Vorstands Jan Marsalek habe, wie in Medien gemutmaßt wurde. Dem BND lägen „keinerlei Informationen“ darüber vor, dass Marsalek „Kontakte zu einem russischen oder sonstigen“ Nachrichtendienst unterhalten habe, lautete die Antwort aus dem Leitungsstab des Dienstes. „Seitens BND bestehen und bestanden ebenfalls keine operativen Kontakte zu Wirecard oder Marsalek.“
Der ehemalige Wirecard-Manager wollte als russischer Agentenführer die deutsche Hauptstadt offenbar mit einer großen Desinformationskampagne überziehen. Doch dann ging alles schief.
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