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01.03.2026
15:12 Uhr
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Auch ohne Chamenei ist Iran in der Lage, Raketen auf Israel zu schießen. In Tel Aviv versuchen die Menschen, gelassen zu bleiben. Aber die Abstände zwischen den Alarmen werden kürzer.

Maymon Arzoan war einfach nicht schnell genug. Der 65-Jährige hatte getrödelt nach dem ersten Aufheulen der Sirene, wollte den Hund nicht in der Wohnung zurücklassen. Jetzt liegt Arzoan im Krankenhaus, geborgen aus den Trümmern seines Hauses. Seine Frau Zehava, die in der Nacht in den nahen Bunker am Straßenrand gerannt war, steht am Sonntagmorgen vor der Ruine, zeigt Fotos ihres Mannes im Klinikbett. „Die Sicherheitskräfte sagten mir anfangs, dass sie in den Trümmern nur den Hund gefunden hätten und das Telefon meines Mannes. Da habe ich denen gesagt, dass Maymon das Tier nie allein gelassen hätten, nie! Also sind sie noch mal rein. Da haben sie ihn dann gefunden.“
Ali Chamenei, Oberster Führer der Islamischen Republik Iran, wurde durch den historischen Zufall an die Macht getragen. Seit 1989 herrschte er mit purer Gewalt über sein Land. Jetzt ist er tot und die Frage ist, ob es den Gottesstaat ohne ihn überhaupt noch gibt.
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