SZ 02.03.2026
15:55 Uhr

(+) Israel gegen Iran: Wenn’s nach Netanjahu geht, darf der Krieg länger dauern


Israels Premier muss hoffen, dass sich Donald Trump diesmal nicht zu früh aus den gemeinsamen Angriffen gegen Iran herauszieht. Denn er sieht die Gelegenheit, neben dem Regime in Iran auch andere Feinde zu beseitigen.

(+) Israel gegen Iran: Wenn’s nach Netanjahu geht, darf der Krieg länger dauern
Luftalarm während der Beerdigung von zwei Frauen, die durch iranische Raketen getötet wurden: Besucherinnen einer Trauerfeier in Beit Schemesch gehen in Deckung. (Foto: Amir Cohen/REUTERS)

Als die ersten Hisbollah-Raketen am Sonntagabend in Nordisrael einschlugen, dürfte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu nach einem kurzen Schreckmoment innegehalten haben. Der zu diesem Zeitpunkt unerwartete Angriff der libanesischen Schiiten-Miliz bedroht Israel und seine Bürger im Norden zweifelsohne. Aber er bietet dem Regierungschef zugleich einen Hebel, den israelisch-amerikanischen Krieg gegen Iran auszuweiten und die USA tiefer in den Konflikt zu verstricken. Denn eines fürchtet Netanjahu am meisten: dass US-Präsident Donald Trump zu früh aus dem Krieg aussteigt. Dann könnte die Islamische Republik Iran mitsamt ihren Bundesgenossen wie der Hisbollah erneut davonkommen.

Er ist so konservativ und brutal, wie man sein muss, um es in der Islamischen Republik nach oben zu schaffen. Zugleich ist der 67-Jährige ein Pragmatiker – und so wird er auch diesen Krieg führen.

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