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18.01.2026
15:33 Uhr
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Gegen die Gewaltherrschaft der Mullahs sind fast alle Iraner in Deutschland. Doch da hört der Konsens schon auf. Ist Demokratie das Ziel? Oder eine Rückkehr der Monarchie? Und was ist mit Israel? Über eine lebendige Streitkultur, die vor allem einem nutzt: dem Regime.

Gegen die Islamische Republik, für die Rückkehr des Schahs: Teilnehmer einer der sieben Iran-Demos in Köln. (Foto: IMAGO/Guido Schiefer)
Am Samstag in Köln. Draußen in Müngersdorf gewinnt der Effzeh 2:1 gegen Mainz, viele Fahnen und Sprechchöre jedoch auch in der Innenstadt: Sieben Iran-Demos finden dort fast zeitgleich statt. Sieben! In der Woche zuvor waren es fünf. Man muss kein Iraner sein, um sich darüber zu wundern. Was sind das für Exilparteien und Gruppen, die in dem Moment, da in Iran Menschen mutig auf die Straße gehen und das Regime ins Wanken bringen, im fernen Deutschland getrennt ihre Transparente oder Fahnen schwenken, statt gemeinsam Solidarität zu bekunden?
Statt Whatsapp-Nachrichten, die nicht ankommen, ein Brief an die Menschen in Iran. Einer, der ihren großen Mut preist und den schrecklichen Kleinmut des Westens voller Scham beim Namen nennt.
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