Ihre Schiffe hängen im Persischen Golf fest, in einer „mittleren einstelligen Zahl“. Und andere Containerschiffe, die dort einfahren sollten, müssen mit ihrer Ladung vor der von Iran gesperrten Engstelle, der Straße von Hormus, ausharren. Auf unabsehbare Zeit, denn die Lage ist „völlig unübersichtlich“, wie Silke Lehmköster sagt. Trotz des verworrenen Kriegsgeschehens in Nahost versucht sie in diesen Tagen von Hamburg aus das schier Unmögliche: den Menschen an Bord der 5000 Kilometer entfernt festliegenden Schiffe einen Überblick zu verschaffen. Sie zu beruhigen. Ebenso die Kunden, die auf Ladung warten. Durch den US-Angriff auf Iran bemerkt die Welt einmal mehr, was Schiffsverkehr im Wesentlichen ist: eine globale Lebensader, die Tag für Tag Öl, Kleidung, Nahrung zu den Menschen bringt.
