SZ 23.02.2026
16:18 Uhr

(+) Internationaler Strafgerichtshof: Rodrigo Duterte fühlt sich zu müde für die Stunde der Anklage


Sein „Krieg gegen die Drogen“  kostete Tausende Menschen das Leben. Nun soll sich der Ex-Präsident der Philippinen dafür in Den Haag verantworten. Aber reichen die Beweise für einen Prozess?

(+) Internationaler Strafgerichtshof: Rodrigo Duterte fühlt sich zu müde für die Stunde der Anklage

Immer wieder hat sich der frühere Staatschef der Philippinen, Rodrigo Duterte, mit derben Worten über den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag erhoben, er nannte ihn töricht und dumm, er beleidigte dessen Richter („these motherfuckers“) und schmähte eine drohende Anklage gegen ihn als „Bullshit.“ Doch dann, als er schon nicht mehr im Amt war, kam der tiefe Fall. Dutertes Nachfolger Ferdinand Marcos Jr. ermöglichte, für viele überraschend, die Vollstreckung des internationalen Haftbefehls. Duterte wurde festgesetzt, in einen Jet transferiert und umgehend nach Europa ausgeflogen, wo er am 12. März 2025 landete. Eine Blitzaktion, die der verblüffte Ex-Präsident selbst als „Kidnapping“ bezeichnete.

Arturo Lascañas war Polizist auf den Philippinen - und soll im Auftrag von Präsident Duterte im Drogenkrieg Menschen ermordet haben. Ein Treffen mit einem Mann, der sein Gewissen erleichtern will.

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