SZ 27.09.2026
09:04 Uhr

(+) Industrie: Steht Deutschlands Chemiebranche vor einer Riesenfusion?


Der weltweit größte Chemiekonzern BASF erwägt, die Nummer zwei in Deutschland, Evonik aus Essen, zu kaufen. Dabei stecken beide Firmen in der Krise und streichen Tausende Jobs.

(+) Industrie: Steht Deutschlands Chemiebranche vor einer Riesenfusion?

Das läuft wohl anders, als es sich Christian Kullmann erhofft hat. Der Evonik-Chef prognostizierte bereits im Frühjahr Zusammenschlüsse in der Chemieindustrie:  „Steht uns eine Konsolidierung der europäischen Chemie ins Haus? Ja“, sagte Kullmann damals. Gerade lässt er seinen Posten wegen Krankheit ruhen. Jetzt ist es seine eigene Firma, der Spezialchemiekonzern Evonik, der Opfer solch einer Bereinigung werden könnte. Denn das weltweit größte Chemieunternehmen BASF aus Ludwigshafen erwägt einen Kauf des Essener M-Dax-Mitglieds. Evonik ist mit 31 000 Beschäftigten die zweitwichtigste Chemiefirma des Landes, bei BASF arbeiten 95 000 Menschen. Es wäre einer der größten Zusammenschlüsse in der Geschichte der deutschen Chemiebranche.

Christian Kullmann, Chef des Chemiekonzerns Evonik, warnt nach Wilders' Wahlerfolg in den Niederlanden vor dem Erstarken der Rechtspopulisten. Er erinnert an das Versagen deutscher Eliten während des Aufstiegs Hitlers und fordert, die Wirtschaft müsse endlich Farbe bekennen für die Demokratie.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: