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06.08.2026
15:33 Uhr
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Der Konzern eines albanischen Unternehmers soll kurz vor der Unterschrift stehen. Damit wäre die letzte verbliebene Münchner Immobilie aus René Benkos Signa-Konzern verkauft.

Die letzte verbliebene Immobilie aus dem Münchner Bestand von René Benkos untergegangenem Signa-Konzern steht offenbar vor dem Verkauf: Der Mischkonzern Balfin Group des albanischen Unternehmers Samir Mane soll kurz vor der Unterzeichnung eines Kaufvertrags für das historische ehemalige Hertie-Kaufhaus am Bahnhofplatz in München stehen. Diese Information, über die zuerst die Immobilien-Zeitung (IZ) berichtet hat, wurde der SZ aus Insiderkreisen bestätigt. Der IZ zufolge soll der Kaufpreis zwischen 110 und 120 Millionen Euro liegen.
Das 1905 fertiggestellte und denkmalgeschützte Gebäude, auch bekannt als „Tietz-Haus“, war eines der ersten Warenhäuser in Deutschland. Später firmierte es als Karstadt, dann als Galeria. Seit Sommer 2023 ist die Filiale geschlossen. Benkos Signa hatte einen groß angelegten Umbau vor, der aber nicht mehr zustande kam. Das Gebäude ist nach vorn notdürftig verkleidet, im Inneren aber bereits entkernt.
Der Signa-Insolvenzverwalter Torsten Martini suchte seit gut zwei Jahren einen Käufer. Im Herbst 2025 war der Münchner Immobilienunternehmer Erich Schwaiger bereits in exklusiven Kaufverhandlungen, bei denen ein Preis von 127,5 Millionen Euro im Raum stand. Letztlich scheiterte die Sache aber.
Jeden Donnerstag präsentieren wir euch die wichtigsten Themen der Woche aus München. Was war los in der Stadt? Was hat uns aufgeregt, überrascht oder zum Lachen gebracht?
Nun greift offenbar Samir Manes Balfin-Gruppe zu, die bisher im Münchner Immobilienmarkt noch nicht in Erscheinung getreten ist. Was das Unternehmen mit dem Gebäude vorhat, ist nicht bekannt.
Kürzlich hat die Stadt per Vorbescheid die Genehmigung für einen Umbau in Aussicht gestellt: Läden und Gastronomie im Unter- und Erdgeschoss, Büros vom ersten bis fünften Geschoss und oben eine öffentliche Dachbar.
Von Balfin lag am Donnerstagnachmittag keine Stellungnahme vor. Der Insolvenzverwalter Martini äußerte sich mit Verweis auf seine Verschwiegenheitspflicht nicht. Den Deal eingefädelt haben soll die Raiffeisen Bank International aus Wien, sie ist beim Tietz-Haus Hauptgläubigerin der Signa. Ein Banksprecher gab mit Berufung auf das Bankgeheimnis keinen Kommentar ab.
Die Galeria-Filiale am Hauptbahnhof war nach dem Kadewe in Berlin das zweitgrößte Kaufhaus in Deutschland. Den Anbau entlang der Schützenstraße hatte schon Signa abgetrennt, dieses Grundstück hatte Ende 2025 die Stumpf-Gruppe aus Österreich übernommen. Dort soll ein Neubau entstehen.
Als sein Immobilien-Imperium wankt, bearbeitet der Österreicher den Unternehmer Alfons Doblinger. Ein bislang unbekannter Ermittlungsbericht zeigt sein Vorgehen – und wie Doblingers Geld im Signa-„Staubsauger“ verschwand.
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