Seit jeher werden der Zahl Drei über verschiedenste Kulturen hinweg große Kräfte beigemessen, weshalb es eigentlich keiner weiteren Erläuterung bedarf, als drei Herren drei Minuten vor der angekündigten Zeit den Saal der Bundespressekonferenz in Berlin-Mitte betreten. Sie alle kommen, wovon noch die Rede sein wird, aus dem Süden der Republik, unterscheiden sich aber in wesentlichen Punkten. Zwei von ihnen sind Ministerpräsidenten, der Dritte würde es gerne werden. Sie gehören zwei verschiedenen, wenn auch verschwisterten Parteien an und zwei Generationen. Der Jüngste ist erst 39, der Älteste geht auf die 60 zu. Eingeladen hatten die drei Herren als „drei Löwen“, was erst einmal gut gebrüllt klingt und die Erwartungen an die Pressekonferenz in ungewöhnliche Höhen geschraubt hat.
